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Der erste Tag heut ohne nahrhaftes mexikanisches ArbeiterInnen Fruehstueck,  ich hatte mich schon so an frijoles con huevo (Bohnen mit Rueheei) gewoehnt.  Aber heut muss ich ja auch nicht 5 Stunden lang harte koerperliche Arbeit bewaeltigen, da tuts auch das normale Fruehstueck im TEC; Kaffe und Kekse. Die letzte Woche habe ich also im "campo" verbracht, was ich gar nicht richtig uebersetzen kann, campo ist alles was laendlich ist, Bauernhof, Garten, Feld, Landwirtschaft, alles nicht Stadt. Zusammen mit Lorenzo habe ich jeden Tag 5 schoenen Stunden (den grossteil davon in der prallen Mittagssonne )  wahlweise Erde, "Kompost" oder Duenger von A nach B bewegt oder Massenproduktion von ChiliPflanzen in Kisten sortiert. Wenigstens weiss ich jetzt sehr genau wie eine Chili Pflanze im Alter von 23 Tagen unter nicht biologischen Anbau aussieht. Mit mexikanischer Erde zu arbeiten ist nicht ganz so ein grosser Genuss, da es nie regnet, ist die Erde staubtrocken, deswegen passt auch die Bezeichnung Staub viel besser.

Wie man also ein mexikanisches Beet anlegt (was das Ziel all unserer Bemuehungen der letzten Woche war) :  Man graebt sich knietief in den Staub und entfernt auf Beetgroesse allen Staub, das so entstandenen Beet fuehlt man trockenem Kuhmist-Staub ( Duenger) , trockenen Holzstaub ( Kompost) und zum Schluss trockenen Erd-Staub, laesst ein bischen Wasser rauf troepfeln, das alles nicht ganz so trocken aussieht und pflanzt kleine suesse Chili Pflanzen. Y ya esta!! Fertig.... Vamos a ver ob sie wachsen und gedeihen, ich hoffe sehr und werde bestimmt zurueckkehren um die Frucht meiner Arbeit zu begutachten.... Ich hatte also eine schoene und harte Arbeitswoche, habe das  urspruengliche Leben auf einer rancho (Bauernhof) kennengelernt, wo man im herben Tonfall spricht und den ganzen Tag Bohnen isst. Ich habe eine ganze Woche, EINE GANZE WOCHE kein Zucker gegessen! Keine Suessigkeiten, kein pan dulce, keine Kekse, nichts dergleichen!!! Ein richtiger Bauern isst eben nicht son Kinderkramm....

Ausserdem haben wir die Gelegenheit genutzt und Guadalajara besucht, die 2. groesste Stadt Mexicos, was eine schoene Abwechslung zum Landleben war. Und obwohl in Guadalajara weiterhin auf Grund der Influenza die Klassen suspendiert sind, da es ein anderer Bundesstaat ist, habe ich in den Strassen nichts davon gemerkt, die Laeden offen, die Leuter auf der Strasse, alles normal. Naja reden wir nicht mehr drueber, das Tema hat sich ja langsam auch abgenutzt, ganz Mexico sagt alles Luege, ich kenne nicht eine Person, die sich Sorgen macht und alle wollen nur zur Normalitaet zurueck kehren.

Uebrigens: ich katte immer noch keine Wurzelbehandlung. Ich trau mich einfach nicht....

11.5.09 20:19
 


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