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Ohh, Ueberraschung: mir gehts immer noch gut!!! Nach der anfaenglichen Panik, hat sich das ganze Land ein wenig beruhigt ud festgestellt: so schlimm und gefaehrlich ist die Influenza gar nicht....wer haette das gedacht, sogar heilbar! das Bild auf der Strasse hat sich auch um 180 Grad gewendet, am Montag und Dienstag war es gepraegt von hinter  blauen Mundschuetzen verborgenen Gesichtern,  heute dagegen, nur 4 Tage spaeter, traegt schon fast niemand mehr diese aeusserst zweifelhafte Schutzmassnahme ( die Wahrscheinlichkeit, das sich der Virus durch Handkontakt uebertraegt ist wesentlich groesser, als durch die Luft)

Ausserdem gehen viele Mails rum, dass die Influenza nur eine grosse Luege und Taktik der Regierung sei, um von anderen Problemen abzulenken. Und dass die veroeffentlichen Zahlen nicht richtig sind, bzw nicht bewiesen. Etc.  

Ich mache mir also weiter keine Sorgen. Rob dagegen aus Oxford, hat sich entschlossen die Heimreise anzutreten,  auch aus familaeren Gruenden. Er hat es uns vorgestern gesagt und morgen fliegt er schon, es war ein ganz schoener Schock.Immerhin   haben wir 2 Monate lang Tag und Nacht zuammen verbracht und jetzt verchwindet er wieder aus meinem Leben. Is schon komisch.....

Gut,  zum Tema Zeit-tot-schlagen: Wir haben angefangen Black Jack zu spielen, ein reines Gluecksspiel, kann man aber problemlos Stunden mit verbringen. Ich habe ein 1000 Puzzel angefangen. Keine Suessigkeiten essen, wegen meiner Zahnprobleme. Ja auch damit kann man die Zeit verbringen: Man stell sich vor eine der wundervollen, goettlichen, einzigartige Geschmackserlebnisse versprechende Panaderia und guckt sich das leckere pan dulce ( suesses Brot, wie Kuchen) an. Es gibt immer super viel Auswahl und es ist so billig, das schon die Preise angucken Spass macht. Da ich ja nichts davon essen darf, geniesse ich einfach den Anblick. Was noch? Ich habe mir eine Arbeit auf einer Granja ( Bauernhof ) gesucht, naehe Guadalaja und darf dann in der naechsten Woche Huetten oder dergleichen bauen. schoeni, schoeni...

heut ist Freitag, also:

Fiesta! Vamos a bailar!!

2.5.09 02:14


Schweine-grippen-frei

 

 hab ich jetzt. Auch mal was Neues....Nachdem es einige erste Verdachtsfaelle der Schweinegrippe in Michoacan gibt, wurde vorsichtshalber der komplette Unterricht im TEC suspendiert, leider auch meine schoenen Deutschklassen, vorerst bis 6. May, aber wer weiss, ob bis dahin alles unter Kontrolle ist?

Unser Verantwortlicher hier vor Ort, Ivan, sagt, die Sache sei ernst. Es gibt Ueberlegungen uns nach Hause zu schicken, zu erst einmal sollen wir uns an die Emphaelungen halten: Haende mit wasser und Seife waschen (war das vorher nicht ueblich?), koerperKontakt mit anderen Menschen (Kuesse, Umarmungen) meiden, sich nicht in grossen Menschenmengen aufhalten ( Ahhhhh, nicht in die Disco gehen!) und weitere brauchbare lebensratschlaege....

 Ich gebe zu, das ich mir nicht ganz so grosse Sorgen mache, wir werden auch dieses nahende Ende der Menschheit irgendwie ueberleben, so Gott will. (Der katholische Einfluss...) Viel groessere Sorgen mache ich  mir um all die freie Zeit, die die naechsten Tage auf mich wartet und irgendwie bekaempft werden will. Totschlagen koennte man auch sagen...Vielleicht schreib ich ein Buch darueber, irgendwas wie: "237 Ideen, die Zeit totzuschlagen, wenn man Schweinegrippenfrei hat" Ich koennt jeden Tage in neues Kapitel hier veroeffentlichen...

Weiterer Negativ Punkte, die sich angesammelt haben: Ich habe mittel bis starke Zahnschmerzen und¨irgendwann in den naechsten Tage steht mir eine mexikanische Wurzelbehandlung bevor, leider haenge ich dabei von der Gunst unseres Verantwortlichen Ivan ab, der die Sache organisiert und bezahlt, wenn er denn mal Lust dazu hat. Und: Wir leben derzeit im Haus von Allan, einem Schotten (!), das mit seinen 3 Zimmern deutlich kleiner ist als unser altes Haus. Ich schlafe freiwillig auf der Terasse, neben unserem sebstkonstruierten Volleyballfeld, aber wenigsten allein, ich brauche nach dem Aufwachen einfach 10 min ohne andere menschliche Wesen.  Aber alles hat ja immer auch sein Gutes und ich habe jetzt genug Zeit, das rauszufinden...

 

Wie sieht es denn in deutschen Lande aus? Ich hoffe euch gehts allen gut, inklusive den Schweinen, sorgt euch nicht, bis her ist die Piedad noch immer ein sicherer Ort...... Ich werde mich die naechsten tage im Haus einschliessen und mein Buch anfangen.....

 grunz, grunz

27.4.09 22:56


Zurueck aus den Ferien!!

 

  Zurueck in der schoenen Piedad, meiner mexikanischen Heimatstadt... Zurueck im TEC, meinem "Arbeitsplatz" , zurueck in meinen Deutschunterricht, zurueck zum Basketball spielen, einfach der ganz normale mexikanische Alltag.

Ach koennen Ferien nicht laenger dauern? Ich haette gern nochmal so aufregende 14 Tage gehabt... Die letzten 2 Wochen habe ich so viel erlebt und gesehen, ohne auch nur eineen einzigen Tag geplant zu haben. das ist Mexico: spontan und ueberraschend und aus jeder Situation das Beste machen. Reisen wird ja erst zu einem richtigen Abenteuer, wenn der Zufall dich an fremde Orte   fuehrt und dir aufregende Erlebnisse schenkt....nicht wahr?

Also fang ich mal mit erzaehlen an: Zu Beginn der ersten Woche haben wir, Lina, Lorenzo, Allan und Mikka (Alln und Mikka aus Schottland) uns spontan und unorganisiert in ein gemietetes Auto gesetzt, im letzten moment eine Karte des estado Michoacan eingepackt, den I-Pod ans auto radio angeschlossen und sind zu einem 3 taegigen roadtrip aufgebrochen. An diesem Tag hatt ich auch eines meiner schoensten ferienerlebnisse: es hat GEREGNET!!!!!! Richtiger, kalter, nasser Regen!! Mein 2. Regen erlebnis in ueber 2 Monaten,  ich habe getanzt vor Freude. Und mich fast wie zuhause in deutschland gefuehlt.... Die Naechte haben wir immer draussen verbracht, es war  eine stundenlang Suche  einen sicheren Schlafplatz zu finden, weil wir leider immer verpasst haben uns im Hellen darum zu kuemmern und in einer fremden Stadt im Dunkeln die Landstrassen abzufahren braucht eben ein Weilchen. In einer Nacht hat uns nach (stunden?)langer Suche ein Blick auf die Karte geholfen, wir haben den Ort San Lorenzo entdeckt und Lorenzo hat beschlossen dass es ein guter Ort zum Schlafen ist. War es auch und beim aufwachen am naechsten Morgen entdeckten wir ganz nah einen Vulkan und das Touriprogramm fuer den tag war gesichert.  In der folgenden Ncht war es dann noch schwieriger, einmal wurden wir von der Polizei verjagt, einmal von einem Wachman in einer Schule, die uns ganz wunderbar sicher zum uebernachten schien. letztendlich haben wir dann 200 meter von einer muellkippe entfernt , mit  5 wilden, bellenden Hunden in unmittelbarer Naehe und einem "natuerlichen " feuer in Sichtweite geschlafen. Und gut geschlafen!!!  Ich habe also eine Vulkan, einen Wasserfall, einen See, verschiedenste kleine Doerfer der Purepechas, die Nachfahren der praehispanischen Bevoelkerung Michoacans, die immer noch ihre Sprache, Purepecho sprechen und viele Micheladas ( Bier mit chili und limon) gesehen. Tolle Reise!!

Zurueck in La Piedad haben wir ein Bañario besucht , son oeffentliches Schwimmbad, mit vielen verschiedenen Wasserrutschen und gluecklichen Menschen. Ich hab mich besonders ueber die "Anaconda" gefreut und bin ungefaehr 100 mal runtergerutscht. Lorenzo war nicht ganz so gluecklich, eher genervt, musste aber immer mit. Beim Warten haben wir uns den krassesten Sonnenbrand der Geschichte geholt, noch heute eine Woche spaeter pellt sich alles. Dann waren wir 2 Tage mit der maestra (Lehrerin) Lucy ihre Schwester in Queretaro besuchen, schoene Stadt, leckere Gorditas( Teig mit Fuellung) und meine glanzleistung: ein 1000er Puzzel in nur 10 Stunden fertig gestellt!! ( mit bischen Hilfe...) Ausserdem habe ich meine schoene Sprache deutsch nach Monaten mal wieder gesprochen, ich habe naehmlich deutsche Touristen getroffen, was ein ganz schoener Kulturschock war.... nach all der mexikansichen Freundlichkeit und Lebenslustigkeit, der deutsche Ernst. Vielleicht waren die beiden auch besonders ernst. Auf jeden Fall hat mich beeindruckt, wieviel negatives man doch in einer halben Stunde sagen kann...Das habe ich mir ganz und gar abgwoehnt, hier in mexico spricht man nicht ueber Probleme, man hat sie.  und es war nicht leicht fuer mich, deutsch zu betonen, schon so habe ich mich ans spanische gewoehnt.

Die 2. Woche habe ich im wunderbaren Vera Cruz verbracht, ein Bundesstaat , mit gruen, ich habe endlich mal wieder gruenes Gras gesehen und gerochen und gefuehlt und und Wiesen und Kuehe und Waelder und all das, was es in Michoacan nicht gibt. Ich habe Alejandra und ihre Familie in Altotonga besucht, die mich wie von einem anderen Stern kommend empfangen haben. Es passiert wohl nicht alle Tage, das eine Europaeerin nach Altotonga kommt. Alejandras Brueder, beide professionele Gitaristen haben ein Konzert fuer mich gespielt, ihre Schwester leckere Gorditas und andere Spaezalitaeten fuer mich gekocht und die ganze Familie hat mich mit aller Herzlichkeit und Freundlichkeit dieser Welt behandelt. Wir haben einen Ausflug zum Golf von Mexico gemacht, nicht ganz so abenteuerlich wie der Ozean, ich habe das erste Mal in meinen Leben in einem Fluss wie aus dem Bilderbuch, mit Wasserfall und allem drum und dran gebadet und eine Fiesta 15 años besucht, einen 15. Geburtstag, der hier riesengross celebriert wird. Mit einer Torten Konstruktion so gross wie ich und Tanzen und natuerlich den niemals fehlenden Tequila....

Nach der ganzen Feierei, gings gestern dann also 9 Stunden mit den Autobus zurueck nach "Hause" nach Michoacan und jetzt trauer ich den Ferien hinterher.... 

 

 

 

 

20.4.09 20:23


 

 

Oh, wie die Zeit vergeht oder besser verrennt! Schon Ende Maerz, in einer Woche fangen schon die Osterferien an, die Semana Santa, das heisst 2 Wochen frei!!! Juhu!!! Es ist ja nicht so, dass ich im Moment vor Arbeit nicht weiss wo hin mit mir, aber dann haben wir endlich offziel frei und koennen in den Urlaub fahren! Ich plane mit Alejandra in ihr Heimatdorf zu fahren, nach Altotonga in Veracruz, das ist an der Ostkueste von Mexico. Lorenzo und Alan wollen sich ein Auto mieten und irgendwo an den Strand fahren, das hoert sich ja auch nicht schlecht an.....Rob hat die 2 Wochen schon bis zur letzten Minute durchgeplant, wann er in welchem Hostel schlafen wird und wann er wo in welchen reisebus steigt. Auch die Kosten sind komplett durchkalkuliert, er hat die letzten Tage mit nichts anderem verbracht.

Aber es ist ja noch die ganze naechste Woche Zeit weiter zu planen. Ich habe mir das Planen hier ganz und gar abgewoehnt, die Wahrscheinlichkeit, das sich alles von selbst organisiert ist einfach hoeher. Wir wohnen zum Beispiel immer noch in dem selben Haus, obwohl Iwan, die fuer uns "verantwortliche " Person hier, schon vor 2 Wochen gesagt hat, das wir umziehen muessen. Fast jeden 2. Tag ruft er uns an, um uns mitzuteilen, dasss wir heut (!) umziehen und wir packen unseren Rucksack und warten und warten..... und gehen dann irgendwann ins Bett. Aber ist ein schoenes Haus, riesengross mit einer tollen Terasse auf dem Dach. Hier haben wir am vergangenen Samstag unsere erste Party gefeiert, schoen mexicanisch, mit Tequila und Banda. Unter der Woche haengen wir hier einfach rum, lesen,  Lorenzo spielt Gitarre, Rob plant, Helena macht Fotos fuer facebook.

Meine Deutschklasse ist im Laufe der Zeit kleiner geworden, uebrig geblieben sind vier Schueler, ich bin gespannt auf die Entwicklung in den naechsten Wochen. Mit meinen vier Schulern liege ich aber noch vor den anderen Klassen; Franzoesisch 2 Schueler, Basis Englisch 0, Fortgeschrittenen Englisch 3. Die kleine Deutschklasse stoert mich auch nicht weiter, ich verbringe meine Zeit sowieso lieber in der Turnhalle und spiele Basketball.  Basketball ist immer das Highlight des Tage, endlich was zu tun, wenigstens einen "Termin" im Tagesablauf.  

Gut, ich werde mich jetzt auch mal wieder auf den Weg in die Turnhalle machen........

 

26.3.09 19:29


 

 ja, ich atme. noch. es gab ja dieses WE einige Momente, in denen ich dachte, das wars jetzt. Schuld waren die riesen Wellen des pazifischen Ozeans , derer ueberwaeltigender Kraft ich mich mehrmals, voellig lebensmuede ausgesetzt habe. Sie sind riesengross und donnern mit einer Kraft in die Bucht die mich sofort umhaute. Dazu gabs dann noch schoene Stroemung, die mich nach jeder Welle weiter ins Meer hinausgezogen hat. Der Ablauf war also ungefaehr so:

Voller Angst zusehen, wie sich  20 meter von mir entfernt die Wassermassen ueberschlagen, 1 meter hohen weissen Wassserschaum auf mich zukommen sehen, Luft anhalten und vesuchen abzutauchen, um dann doch von den massen mitgerissen zu werden, mehrmals ueberschlagen, Wo ist jetzt nochmal oben und unten? der Gedanke, ich werde nie wieder Sauerstoff in meiner Lunge spueren, dann, ein Wunder!! auftauchen, erleichterung, aber: die naechste Welle kommt schon!!!!!

18.3.09 20:15


 

 

eiyeiyeiyeiyaaaaaaaaaaaa!!!

wat macht Deutschland?

Mexico macht Spass und lernt jetzt sogar deutsch!!!!gestern mein 1. deutschstunde gegeben, bischen schlecht vorbereitet, aber interessierte 15 Schueler, die hoffentlich alle morgen zur 2. Stunde wieder kommen. Trotzdem habe ich mir unterrichten spannender vorgestellt, als Lehrer ist es ja fast genauso langweilig wie als Schueler....wenigstens gabs Kekse.

die restzeit, vor und nach den deutschstunden verbringen wir entweder in der Cafeteria, wo wir jeden Tag die Wahl haben zwischen Tortas (Brot mit Fleisch), Tacos (Tortilla mit Fleisch), Quesadillos (Tortillas mit Kaese) oder Hamburger (Brot mit Fleisch). Diese ausgewogene Ernaehrung macht uns alle ganz gluecklich und immer wieder gern treffen wir die Entscheidung was es heute sein darf. Alternative dazu sind galletas (kekse), die dafuer sorgen, dass ich  defintiv nicht an Unterzuckerung sterben werde.

Ach, das Leben ist wirklich einfach hier. Es gibt noch jede menge Romantik , man kriegt kleine Liebesbriefe, die ueber Schicksal und so reden, hat den ganzen Tag nicht viel zu tun ausser die Wochenendtripps zu planen (diese Woxchenende endlich ans Meer, an den Ozean, nach Colola!!!!!!!), hoert sich oefter mal horrorgeschichten ueber Diebstahl, Mord und Raub an(geht dann lieber nicht allein auf die Strasse, wenn es dunkel ist), wird zum Tequila oder Wassser mit Geschmack (Bier) trinken eingeladen und das nicht selten, oder tanzt Banda, der erst mit Tequila tanzbar wird.

 

10.3.09 19:58


Was bisher geschah.....

 

 ......viel. Zum Beispiel gabs Schmetterlinge zu sehen. salsa zu tanzen. Wenig zu Essen. Und ein Umzug in die neue Heimat: La Piedad.

Gestern sind Helena, Rob, Lorenzo und ich in La Piedad angekommen, wo wir die naechsten 5 Monate atmen, essen, leben, duschen, Banda hoeren, Lutscher lutschen und vielleicht auch ein bischen arbeiten werden. Iwan, unser Ansprechpartner hier vor Ort, hat uns gestern schon ein bischen rumgefuehrt, ein kleine Stadt, aber sehr huebsch und belebt. Und kein Dorf, abseits jeder Zivilisation, sondern nur 5 Stunden Busfahrt bis D.F., 2 bis Morelia und 2 bis Gualajara. Also in der Hinsicht alles gut.

Da ich die naechsten Monate mit Rob, Helena und Lorenzo verbringen werde, muss ich euch natuerlich Rob, Helena und Lorenzo auch mal ordentlich vorstellen.

Also Rob:Rob kommt aus England und  ist sehr britisch, very british. Er ist in Oxford aufgewachsen (3. beste Uni der Welt oder so?) und das merkt man auch. Spricht fliessend Franzoesisch und Spanisch und liebt, verehrt, geniesst (falls sich das noch steigern laesst, dann das) zu wissen, was er heut nachmittag, uebermorgen und naechste Woche Freitag machen wird. und danach. Deswegen sagt er am liebsten "tenemos que..." (wir muessen...) oder " de verdad?" ( really?, wirklich?) und reisst dabei seine Augen auf und laesst das Kinn runterklappen.          Leider vergisst er vor lauer Planerei manchmal das Leben im jetzt.

Helena ist blond. In jeder Hinsicht. Bevor sie sich irgendwas anschaut, macht sie ein Foto davon und kommentiert es mit "fuer facebook, damit alle meine Freunde in Belgien sehen koennen, wie es hier ist." Aber wir haben einen gemeinsamen Freund: den Alkohol. Sie geht gern aus und kann ordentlich trinken, was Rob dann doch nicht ganz so gerne macht. Also Helena und ich, wir verstehen uns schon.  Am liebsten sagt sie " Vamos a ver..." (wir werden sehen...)

 Der 3. Freiwillige kam letzte Woche an, aus Italien. Er ist der Typ verpeilter Kuenstler, hasst organisieren ( ja es wird Spannungen geben), spielt Gitarre und Theater, hat aber immer son bischen schlechte Laune. Oder kommt mir nur so vor, keine Ahnung... Am liebsten macht er Fotos von alten Maenner vor Haeuserwaenden mit Charakter oder regt sich auf, das alle nur am Planen sind....

 Alle haben gemeinsam, das sie nicht so auf Essen stehen und deswegen nicht viel essen. Da bin ich ja anders.                      Auch sind sie alle nett und ueberhaupt nicht eingebildet und mit der Zeit werde ich mich schon an ihre Macken gewoehnen. Es kommt auch am 6. Maerz noch Judith aus Deutschland (yeah), wir werden bestimmt alle gute Freunde

Gut, heute hatten wir also den ersten tag an der Uni, wurden vom Direktor begruesst und allen moeglichen Leuten vorgestellt und haben uns mit der Koordinatorin fuer Fremdsprachenunterricht abgestimmt, wer wann welches Nivel an englisch und franzoesisch unterricht anbieten wird. Sie hat uns Unterrrichtsmaterialien gezeigt die wir benutzen koennen, leider bin ich schon beim ersten Lesen eingeschlafen und habe schnell gesagt, das ich eher so an Lernspiele dachte und an Lieder-von-den-Beatles-singen. Fand sie auch gut, gott sei Dank.  Der Unterrricht den wir anbieten, ist eh freiwillig und Alan aus Schottland, der bereits 6 Monate hier ist, hat uns verraten, dass die Motivation in der Freizeit, nachmittags, noch im Klassenzimmer zu sitzen, eher gering ist: zu ihm ist am Anfang niemand gekommen. Das bedeudet, wir haben viel Zeit uns auf die Stunden vorzubereiten, zu denen dann doch mal einige fleissige Schuelerchen kommen. Hoert sich doch nach einem entspannten Leben an....

 Im Gedanken bin ich immer noch sehr oft in D.F. Mit Alejandra und Jesus schreibe ich viele Mails und und ich lerne die Taenze auswendig. Aber viel lieber wuerde ich in den D.F. sein und die Trommeln hoeren und mit allen lieben Menschen aus dem Kalpulli tanzen. Spaetestens Ende Maerz werde ich sie aber besuchen, wir werden auf einem "cerro" tanzen, sowas wie nen kleiner, nicht aktiver Vulkan und ich freu mich jetzt schon.

Liebe Gruesse an euch alle!!!!!!!!!

 

3.3.09 02:07


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